Projekt: Erfolgreich ausmisten – So wirst du deine alten Sachen los

Du willst endlich entrümpeln, weißt aber nicht wohin, mit den Sachen, die du nicht mehr brauchst? Nachdem ich meine Wohnung entrümpelt habe, stand ich vor 4 Müllsäcken voll Kleidung, einer riesigen Schachtel Bücher und noch mehr Schachteln diverses anderes Zeugs, für das ich keine Verwendung mehr hatte.

Ich habe nach Möglichkeiten gesucht, wie ich die Sachen loswerden, etwas Geld damit verdienen und jemanden eine Freude machen kann.

Denn sind wir mal ehrlich? Es gibt schon genug Müll. Und Sachen, die ich nicht mehr brauche, aber noch funktionieren gehören einfach nicht in den Müll.

So zumindest wurde ich erzogen, dass man Dinge, die man noch verwenden kann, nicht im Müll entsorgt.

Welche Möglichkeiten es gibt, deine Sachen loszuwerden, stelle ich dir in diesem dritten und letzten Teil vor.

Im ersten Teil habe ich erklärt, wie du am besten vorgehst, wenn du Ordnung in deiner Wohnung schaffen willst.

Im zweiten Teil habe ich dir Sachen aufgelistet, die du getrost entsorgen kannst.

Warum du funktionierende Sachen nicht in den Müll werfen solltest

Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass man Dinge wegwirft, die noch vollkommen in Ordnung sind. Egal um was es sich handelt.

Es zeigt, in welcher Überflussgesellschaft wir leben. Bevor wir Dinge verschenken oder spenden, schmeißen wir sie in den Müll.

Dies führt zu einer Vielzahl an Problemen:

Wir produzieren noch mehr Müll: als wir es ohnehin schon tun. Jemand anderes freut sich über Sachen, die du nicht mehr brauchst und spart sich so den Kauf eines neuen Produktes und damit auch Geld.

Dadurch sinkt die Nachfrage. Keine Nachfrage, keine Produktion, kein Müll.

Du verschwendest deine Lebenszeit: Du arbeitest um Geld zu verdienen. Mit diesem Geld kaufst du dir Dinge, die du gar nicht brauchst.

Viele Dinge die du besitzt, nutzt du nicht, weil du gar keine Zeit dazu hast. Du musst ja Geld verdienen, um dir wieder neue Dinge zu kaufen.

Wenn du keinen Platz mehr hast, wirfst du diese Dinge einfach weg. Nicht nur, dass du dadurch unnötigen Müll verursachst, du schmeißt damit auch die Zeit weg, die du dafür aufgewendet hast, dieses Geld zu verdienen, um einen neuen Gegenstand kaufen zu können.

Deshalb überlege immer vorher, ob du diesen Gegenstand brauchst oder ob du aus Frust oder Langeweile einkaufen gehst.

Ressourcen: Wenn man sich ansieht, wie verschwenderisch wir Menschen mit unseren vorhandenen Ressourcen umgehen, könnte man meinen, wir haben noch irgendwo eine zweite Erde.

Es gibt zahlreiche Projekte, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, jedoch ist das vielen egal, Hauptsache sie können immer mehr konsumieren.

Dass wir alle anfangen müssen umzudenken, wissen wir, dennoch findet ein Umdenken nur sehr, sehr langsam statt.

Wir alle sind dafür verantwortlich und jeder muss einen Beitrag leisten. Ich genauso wie du.

Wir Konsumenten können viel erreichen, wenn wir bewusster einkaufen. Sei dir dessen bewusst und handle entsprechend.

Es kostet dich das doppelte Geld: Ich kann es nicht mehr hören, wie viele Leute Sachen wegwerfen, nur weil sie nicht mehr im Trend sind.

Warum glaubst du, gibt es Mode? Damit die Kleidungsbranche immer wieder an dir verdient.

Würde es keine Mode geben, gebe es nur einige wenige Klamottenläden, weil einfach nur gekauft werden würde, wenn etwas kaputtgeht.

Ja, die Industrie (Modeindustrie, etc.) ist ganz schön raffiniert, wenn es darum geht, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Deshalb kaufe zeitlose Sachen, egal ob bei Kleidung oder anderen Sachen.

Erhöhung der Müllgebühren: Ständig wird gejammert, wenn Gebühren erhöht werden. Dass wir selbst dafür verantwortlich sind, wird dabei gerne vergessen.

Würden wir nur halb soviel Müll produzieren und diesen ordnungsgemäß trennen, hätte die Müllabfuhr weniger Arbeit mit der Entsorgung und uns würde nicht ständig eine Gebührenerhöhung ins Haus flattern.

Konsum verursacht Leid:  Mittlerweile gibt es zahlreiche Filme und Dokus die zeigen, welche Auswirkungen unser Konsum hat.

Eine Zusammenfassung über Dokus zum Thema Nachhaltigkeit findest du hier. Für deine billige Mode müssen in Entwicklungsländern Frauen und Kinder leiden.

Schon alleine deswegen solltest du dein Konsumverhalten hinterfragen.

Ich war immer der Meinung, ich würde sparsam leben und wenige Dinge besitzen. Im Rahmen des Projektes ist mir wieder bewusst geworden, dass auch ich mehr als genug besitze. Dazu muss ich sagen, dass ich Dinge immer solange nutze, bis sie kaputtgehen.

Auch ich bin nicht gefeilt vor Fehlkäufen, auch wenn diese nur noch sehr selten vorkommen. Dennoch hat mich das Projekt sehr zum Nachdenken und Umdenken angeregt.

Damit ich nur das wegwerfe, was wirklich kaputt ist, habe ich in die Sachen in drei Kategorien eingeteilt:

  1. Kategorie: Sachen, die noch ok und gut erhalten sind und die ich verkaufen will
  2. Kategorie: Sachen, die noch gut sind und verschenkt werden
  3. Kategorie: Sachen die kaputt sind und entsorgt werden

Sachen, die kaputt und nicht mehr zu reparieren waren, wurden im Altstoffsammelzentrum entsorgt.

Die Kategorien zwei und drei waren ineinander greifend. Zuerst fragte ich im Familien- und Freundeskreis, ob Interesse an Kleidung, Büchern, etc. besteht. Wenn ja, durften die Interessierten vorbeikommen und sich Sachen aussuchen.

Nachdem Freunde und Familie sich über das ein oder andere Teil freuten, überlegte ich mir, wie ich den Rest loswerde.

So wirst du deine Sachen los

Willhaben:

Ich habe mich für die Online-Plattform Willhaben entschieden. Willhaben ist die größte Onlineplattform Österreichs für Gebrauchtes, Autos, Immobilien.

Egal ob du deine Sachen verschenken willst oder verkaufen, beides ist hier möglich.

Du wirst allerdings schnell merken, dass du nur noch einen Bruchteil von dem bekommst, was du bezahlt hast.

Auch wenn die Sachen noch so gut wie neu sind. Ich nutze die Plattform sehr gerne und hatte noch nie Probleme.

Es ist jedoch zeitaufwändig, da du Fotos machen, Texte schreiben, E-Mails von Interessenten beantworten und die Sachen auch noch zur Post bringen musst. Anzeigen ohne Foto werden kaum beachtet.

Achte bei den Fotos darauf, dass sie hell sind und der Gegenstand gut erkennbar ist.

Mache Fotos aus verschiedenen Perspektiven. Weise in den Texten auf Mängel hin.

Wenn der Gegenstand verschickt wird, erkundige dich schon vorab was das Porto kostet und schreib es im Text dazu. Somit sparst du dir viele E-Mails.

Vereinbare IMMER Vorauskasse oder per Nachnahme. Ich habe immer Vorauskasse vereinbart. So läufst du nicht Gefahr, dass du kein Geld bekommst.

Nachdem das Geld am Konto ist, schick das Pakerl sofort weg. Schreib dem Käufer immer, wenn das Geld angekommen ist und du das Paket wegschickst.

Ab besten geeignet hat sich die Plattform für den Verkauf von Büchern, CD´s, DVD´s und Bastelsachen. Ich habe auf der Plattform einen Großteil der Bücher verkauft.

Flohmarkt:

Wenn du keine Lust hast, deinen ganzen Kram zu fotografieren und Inserate zu schalten, kannst du dich auch auf einen Flohmarkt stellen.

Du musst auch hier Zeit investieren, um alles hin zu bringen, zu verkaufen und dann den Rest wieder mitzunehmen.

Bücherschrank:

Du hast jede Menge Bücher, die du nicht mehr liest. Dann frag in der Gemeinde ob es einen Bücherschrank gibt.

Bücherschränke sind frei zugänglich. Du kannst dir dort Bücher rausnehmen oder auch Bücher, die du nicht mehr brauchst, reinstellen.

Du verdienst zwar kein Geld damit, aber andere Leute freuen sich über gebrauchte Bücher. Bevor du also Bücher wegschmeißt, stell sie in einen Bücherschrank.

Spenden:

Viele gemeinnützige Organisationen freuen sich über Spenden. Beispielsweise gibt es bei uns in der Nachbarstadt die Möglichkeit, alte Sachen zu spenden.

Kleidung, Decken etc. werden in eine arme Region nach Rumänien zu hilfsbedürftigen Menschen gebracht.

Sachen, mit denen diese Menschen nichts anfangen, z.B. deutschsprachige Bücher, werden wöchentlich auf dem Flohmarkt verkauft, um damit die Hilfstransporte zu finanzieren.

Bevor du Sachen wegwirfst die noch brauchbar sind, spende diese an gemeinnützige Organisationen.

Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Die oben genannten Möglichkeiten (bis auf den Flohmarkt) habe ich selbst genutzt. Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Möglichkeiten.

Beispielsweise kannst du Kleidung auch in Secondhandshops bringen. Du kannst Ebay oder momox.at nutzen. Die NÖ Umweltverbände haben die Onlinetauschbörse sogutwieneu.at für NÖ geschaffen.

Es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten. Überlege dir, was du mit deinen Sachen, die du ausgemustert hast, machen möchtest.

Willst du damit noch Geld verdienen oder einfach jemand anderen eine Freude machen oder helfen.

In diesem Beitrag habe ich bereits darüber geschrieben, welche Vorteile es hat, endlich mal den ganzen alten Kram zu entsorgen.

Du sparst Zeit, Geld, fühlst dich befreit und du hast Platz. Platz zum Leben und nicht, um wieder neuen Ballast anzuhäufen.

Durch die Entrümpelungsaktion hab ich nicht nur gemerkt, dass ich genug habe, ich habe auch noch Geld damit verdient.

Insgesamt sind etwas über 500 € zusammengekommen. Geld, dass ich investieren werde. Und da sagt mal einer, entrümpeln bringt nichts. Mit diesem dritten Teil schließe ich die Artikelreihe. Ich hoffe, ich konnte dich dazu anregen, auch mal so richtig zu entrümpeln.

Wie denkst du zum Thema Konsum und Entrümpeln?  Schreib mir in die Kommentare.

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2 Kommentare zu „Projekt: Erfolgreich ausmisten – So wirst du deine alten Sachen los“

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