Projekt: Erfolgreich ausmisten – Los geht´s!

Wenn wir ehrlich sind, haben wir doch alle genug Klamotten, Bücher, Zeitschriften und anderen Kram. Die letzten Monate hatte ich immer öfter das Gefühl, dass mich all die Sachen erdrücken. Es ist zwar alles an seinem Platz und es herrscht eine gewisse Ordnung, aber ich trenne mich ungern von Sachen. Man kann alles irgendwann noch mal brauchen, so meine Devise.

Die Büchersammlung ist die letzten Jahre mächtig angewachsen. Der Klamottenberg hält sich zwar in Grenzen , dennoch könnte der Kleiderschrank mal ein kleines Update erhalten.

Dinge, für die ich grade keine Verwendung habe, werden auf den Dachboden verfrachtet. Wo sie meist auch bleiben und in Vergessenheit geraten.

Immer wieder bin ich über Beiträge gestolpert, in denen berichtet wird, dass Aufräumen das Leben verändern kann. In diesem Beitrag habe ich über die Ausmistaktion meines Kleiderschrankes geschrieben und wie befreiend es war.

Seither habe ich so gut wie nicht mehr ausgemistet. Ich achte zwar bei Einkäufen darauf, ob ich es wirklich brauche, dennoch sammelt sich über die Jahre doch einiges an Zeug an. Da ich das Gefühl habe, von dem ganzen Kram erdrückt zu werden, habe ich beschlossen, gründlich aufzuräumen.

Ich habe zwar die letzten Monate einen Teil meiner Bücher verkauft, aber nun will ich die gesamte Wohnung auf Vordermann bringen.

Deshalb starte ich ab sofort das Projekt: Erfolgreich ausmisten.

Dabei werde ich nicht nur die Wohnung sondern auch den Dachboden entrümpeln. Ich will dich bei meinem Ausmist-Projekt teilhaben lassen und von meinen Erfahrungen berichten.

Ich lade dich ein, mitzumachen und gemeinsam mit mir die Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen.

Wenn einer oder mehrere der folgenden Gründe auf dich zutreffen, solltest du das Ausmisten endlich anpacken.

  • Du hast so viele Sachen, dass du das was du suchst, gar nicht mehr oder nur schwer findest.
  • Du hast das Gefühl, zu viel Zeug zu haben.
  • Dich nervt der ganze Kram einfach nur noch.
  • Du hast einfach keinen Platz mehr und räumst alles nur noch hin und her.
  • Du fühlst dich in deiner Wohnung nicht mehr wohl.
  • Du hast das Gefühl, die ganzen Sachen erdrücken dich.
  • Du findest es mühsam, ständig nach Stauraum zu suchen, wo du deinen Kram unterbringst.

Wie starte ich am Besten?

Bevor du mit dem Ausmisten anfängst, solltest du dir die Frage stellen, was du dir von einer ausgemisteten und aufgeräumten Wohnung erwartest. Was ist dein Ziel?

Mein Ziel ist es, überflüssigen Ballast abzuwerfen und mich in der Wohnung wieder wohl und befreit zu fühlen. Ich will keine Sachen in meiner Wohnung haben, die mich unglücklich machen und für die ich einfach keine Verwendung mehr habe.

Erst wenn du weißt, was du vom Ausmisten erwartest, wirst du durchhalten. Wie oft hast du bisher schon angefangen, auszumisten? Und wie oft hast du dein Vorhaben wieder aufgegeben? Und warum? Weil du kein Ziel hattest.  Also überlege dir zuerst, warum du Ordnung schaffen willst.

Es gibt Leute, die nehmen sich fürs Entrümpeln Urlaub und ziehen das ganze Ding in einem Ruck durch. Ich dagegen, werde versuchen, das ganze Vorhaben in den Alltag einzubauen. Dies wird wahrscheinlich nicht ganz einfach werden, dennoch bin ich optimistisch mein Vorhaben durchzuziehen.

Deshalb plane ich mir bestimmte Tage und Zeiten und notiere mir mein Vorhaben als fixen Termin im Kalender. Um das ganze nicht zu lange hinauszuschieben, ist mein Plan alles bis Ende Juni zu erledigen. Also hab ich zwei Monate Zeit.

Ich habe mir bereits Kartons und Müllsäcke besorgt, für die Dinge, die ich weggebe. Dabei teile ich in drei Kategorien ein:

  1. Kategorie: Sachen, die noch ok und gut erhalten sind und die ich verkaufen will
  2. Kategorie: Sachen, die noch gut sind und verschenkt werden
  3. Kategorie: Sachen die kaputt sind und entsorgt werden

In die erste Kategorie fallen vorallem Bücher, CD´s und DVD´s. Meine Bücher sehen großteils noch  aus wie neu oder haben nur minimale Gebrauchsspuren. Einen Teil davon habe ich bereits verkauft und den Rest werde ich noch versuchen zu verkaufen. Was nicht bis Ende Juni verkauft wird, wird verschenkt oder gespendet. Dazu werde ich einen eigenen Beitrag schreiben.

In die zweite Kategorie fallen Sachen, die noch in Ordnung sind und von denen ich weiß, dass sich Freunde oder Familie drüber freuen oder es gebrauchen können.

In die letzte Kategorie fällt alles, was kaputt ist oder für dass es keine weitere Verwendung gibt. Alte, ausgeleierte Kleidung kommt in den Altkleidercontainer, der Rest in den Müll.

Wie miste ich richtig aus?

Als kleine Hilfe zum richtigen Ausmisten, habe ich das Buch  Magic Cleaning von Marie Kondo gelesen. Viele misten Zimmer für Zimmer aus. Jedoch siehst du mit dieser Methode nicht, wie viele Sachen du von einer Kategorie hast.

Als Beispiel nehme ich Klamotten. Einen Teil davon hast du im Schlafzimmer. Da dir dieser Kleiderschrank zu klein ist, hast du in einem weiteren Zimmer ebenfalls noch einen Kasten mit Klamotten. Im Vorraum hängen alle Jacken und Mäntel.

Wenn du nun im Schlafzimmer den Kleiderschrank ausmistest, fallen dir nur drei Jacken auf. Dass du aber im Vorraum und im zweiten Kleiderschrank noch 7 weitere Jacken und Mäntel hängen hast, ist dir nicht bewusst. Deshalb werden wir nach Kategorien aufräumen. Also Kleidung, Bücher, Kosmetik etc.

Dadurch, dass du erstmals alles auf einen Haufen wirfst, wird dir bewusst, wie viel du eigentlich besitzt. Wenn du alle Klamotten auf einen Haufen siehst, merkst du, dass du mehr als genug Klamotten besitzt. Dann fällt dir auf, dass du fünf weiße Blusen und 20 T-Shirts hast. Es fällt dir wesentlich leichter, dich von 5 schwarzen T-Shirts zu trennen, wenn du siehst, dass du noch 7 weitere schwarze T-Shirts hast.

Am besten mistest du in folgender Reihenfolge aus:

  1. Kleidung
  2. Bücher
  3. Papiere
  4. Kleinkram
  5. Erinnerungsstücke

Nimm jedes Teil in die Hand und frage dich, ob es dich glücklich macht. Wenn nicht, dann weg damit. Denk dran: Loslassen schafft Platz für Neues. Solange du an Altem fest hälst, kann nichts neues in dein Leben kommen.

Schluss mit irgendwann! Irgendwann kommst nie!

Und das wissen wir nur zu gut. Denk an die Kosmetikproben, die du irgendwann mal aufbrauchen willst. Die Jeans, die dir seit drei Jahren zu klein ist, die du aber hortest, weil du irgendwann mal wieder reinpassen willst.

Vergiss es, dieses Irgendwann kannst du aus deinem Gedächtnis streichen. Diese Dinge von denen du dir einredest, dass du sie irgendwann aubrauchst, verwendest oder wieder reinpasst, machen nichts als ein schlechtes Gewissen und damit unglücklich.

Also weg damit. In Zukunft haben wir nur noch Dinge, die uns glücklich machen. Wer will schon Dinge und Sachen um sich haben, die unglücklich machen? Niemand. Also weg damit.

Auch von Kleidung, die du nie getragen hast oder Büchern, die noch in Folie eingeschweißt sind. Wenn sie kein positives Gefühl auslösen, dann trenne dich davon.

Ausmisten und Aufräumen soll den Weg frei machen für ein neues Lebensgefühl. Laut Marie Kondo entspricht die Unordnung der Wohnung der Unordnung im Herzen.

Richtiges Entrümpeln soll dem Glück einen neuen Platz in deinem Zuhause geben. Weiter oben habe ich beschrieben, dass wir nur Dinge behalten, die uns glücklich machen, deshalb hat Glück auch einen neuen Platz.

TIPP: Natascha von madamemoneypenny.de hat einen super Beitrag über den Zusammenhang zwischen Finanzen und einer aufgeräumten Wohnung geschrieben, denn ich nur empfehlen kann.

Im zweiten Teil schreibe ich darüber, welche Dinge du ohne schlechtes Gewissen entsorgen kannst.

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