Margarethe von fortunalista.de gibt einen Einblick in die Welt der Kryptowährungen

Heute stelle ich Margarethe vom Blog fortunalista.de vor. Margarethe schreibt dort über Aktien, Kryptowährungen und auch Gehaltsverhandlungen für Frauen. Ich habe sie zum Thema Kryptowährungen befragt.

Hallo Margarethe, bitte stelle dich den Leserinnen kurz vor.

Hallo, ich heiße Margarethe, bin 32 Jahre alt und wohne mitten im wunderschönen München.

Hauptberuflich arbeite ich als Redakteurin in einer Agentur, wo ich ganz klassisch unterschiedliche Kunden in dem Bereich Marketing und Kommunikation betreue.

Also in einem Bereich, der eigentlich nichts mit Finanzen zu tun hat.

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Finanzblog zu schreiben und über welche Themen schreibst du?

Als ich anfing mich mit dem Thema zu beschäftigen und mich mit meinen Freundinnen austauschen wollte, habe ich festgestellt, dass sich die meisten – wie auch ich zuvor – überhaupt keine Gedanken darüber machen.

Viele sparen nicht einmal, weil sie glauben, dadurch auf etwas verzichten zu müssen oder weil sie auch einfach nicht wissen wie.

Beim Thema Anlage sieht es ähnlich aus. Als ich dann aber anfing zu erzählen, was ich so mache, habe ich gemerkt, dass das Interesse für Finanzen vorhanden ist, aber die Informationsbeschaffung für viele anstrengend oder langweilig ist.

So hatte ich irgendwann die Idee, das Thema etwas unterhaltsamer anzugehen und Frauen zu zeigen, dass Finanzen nicht langweilig sein müssen und dass man nicht drei Jahre lang eine Bankenlehre gemacht haben muss, um zu wissen, wie man sein Geld rentabel anlegt.

Daher schreibe ich auf meinem Blog zum einen über grundsätzliche Themen wie das Sparen an sich, bis hin zur Geldanlage mit zum Beispiel Aktien oder ETFs.

In Zukunft möchte ich auch ein wenig über Bitcoins und andere Krypotwährungen berichten. Außerdem gebe ich auch Tipps für den Alltag und berichte über Reisen, Mode oder Essen.

In einem Beitrag habe ich mal aufgezählt, welche Reisen man sich leisten könnte, wenn man nur seine Trunkgewohnheiten ändert.

In einem anderen geht es darum, ob eine Designer-Handtasche wirklich eine Investition ist.

Seit wann investierst du in Aktien und investierst du noch in weitere Anlageklassen?

Ich investiere jetzt seit knapp über zwei Jahren in Aktien und ETFs. ETFs finde ich einfach herrlich unkompliziert und meine ETF-Sparpläne sollen mir mal im Alter einen entspannten Ruhestand absichern.

Ich finde es erschreckend, wie viele Frauen von Altersarmut betroffen sind und dass nichts dagegen unternommen wird.

Davor will ich mich einfach schützen und ich denke ETFs sind ein guter Weg.

Ansonsten investiere ich seit ein paar Monaten in Bitcoins und andere Kryptowährungen, sogenannte Altcoins.

Für mich ist das aktuell ein furchtbar spannendes Zukunftsthema. Leider tummeln sich unglaublich viele Falschmeldungen.

In meinem ersten Blogbeitrag, erkläre ich zum Beispiel, wie Bitcoin das Leben von Millionen Frauen auf der ganzen Welt zum Positiven verändern kann.

Welche Coins besitzt du und nach welchen Kriterien wählst du deine Coins aus?

Zum einen besitze ich ganz klassisch Bitcoins. Bitcoins sind mittlerweile in vielen Ländern und Städten akzeptiert.

In Japan ist es gar nicht ungewöhnlich ein Abendessen im Restaurant mit Bitcoins zu zahlen.

In Zug, in der Schweiz, werden Bitcoins sogar als Zahlungsmittel bei Behörden akzeptiert, wenn man zum Beispiel einen neuen Ausweis braucht.

Der Bitcoin ist also ein klarer Favorit.

Daneben besitze ich eine Menge alternativer Kryptowährungen, also Altcoins. Da gibt es zum Beispiel Ethereum.

Das ist nach dem Bitcoin die Währung mit der größten Marktkapitalisierung. Daneben zähle ich Monero, Ripple, IOTA und Bitcoin Cash zu meinem Portfolio.

Letzteres ist eine Abspaltung vom Bitcoin, die am 1. August erfolgte.

Was sind deine 5 wichtigsten Tipps, wenn man anfängt, in Kryptowährung zu investieren?

Man sollte vor allem die Philosophie dahinter verstehen und es nicht nur fürs schnelle Geldmachen nutzen. Meiner Ansicht nach sind Krypotwährungen die Zukunft.

Ob sich der Bitcoin am Ende durchsetzen wird oder nicht, wird sich zeigen. Aber ich bin überzeugt, dass wir in ein paar Jahren gar nicht mehr mit Bargeld bezahlen werden.

Außerdem hat sich in den letzten Jahren immer stärker gezeigt, dass man den Banken nicht mehr vertrauen kann.

Bevor man sich also kopfüber in den Hype reinstürzt, sollte man die Philosophie dahinter verstehen.

An zweiter Stelle, würde ich jedem empfehlen sich mit dem jeweiligen Coin und der Technik die der Blockchain zugrunde liegt, zu beschäftigen.

Was möchten die Entwickler erreichen, welches Problem möchten sie lösen, wem nützt der Coin? Wer steckt dahinter? Bei Monero geht es zum Beispiel darum, Zahlungen anonymer zu machen.

Wenn ich mit meiner Kreditkarte zahle, weiß meine Bank am Ende genau wann ich wo war und wofür ich mich interessiere.

Bei Payback wird daraus sogar ein Geschäft gemacht. Ich möchte eben auch als „brave Bürgerin“ einfach kein gläserner Mensch sein.

Tipp Nr. 3 ist die richtige Plattform: Wenn ich mich für einen Coin entschieden habe, muss ich wissen, wo ich den Coin kaufen kann.

Ich erschrecke immer wieder darüber, wie viele unseriöse Seiten mir immer wieder als Werbung angezeigt werden.

Sobald irgendwo steht „Jetzt monatlich 3.000 € mit Bitcoins verdienen“ sollte man ganz schnell die Seite schließen und weiterschauen. Ich kann die Plattformen Kraken, Bitfinex und Bitrex wärmstens empfehlen.

Tipp Nr. 4: Wie auch bei Aktien braucht man bei Kryptowährung starke Nerven. Bei den Coins können die Nerven schon mal etwas blank liegen, wenn plötzlich tagelang nur noch rote Zahlen auf dem Screen zu sehen sind.

Da halte ich es aber mittlerweile wie Warren Buffet, der mal sagte: „Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind“.

Die meisten Menschen handeln viel zu sehr nach ihrem Gefühl. Das konnte man in den letzten Monaten am Bitcoin schön beobachten: Als in den Medien täglich über den Bitcoin geschrieben wurde, schoss der Kurs in die Höhe.

Dann erzählte JP Morgan Chef James Dimon, der Bitcoin wäre Betrug, und der Kurs rauschte in den Keller. Mittlerweile hat sich alles wieder beruhigt und der Bitcoin-Kurs hat sich wieder erholt und einen gesunden Stand erreicht.

Mein letzter Tipp ist, dass man Kryptowährungen mindestens ein Jahr halten sollte.

Anders als bei Aktien und Dividendenausschüttungen unterliegen Bitcoin & Co. nicht der Kapitalertragssteuer von 25%, sondern der eigenen Einkommenssteuer, die ja deutlich höher ist.

Hält man Bitcoins jedoch mindestens ein Jahr, dann entfällt die Steuer vollkommen und der Gewinn ist steuerfrei.

Ausgenommen sind Coins, auf die man Zinsen erhält. Dann beträgt dieser Zeitrahmen 10 Jahre.

Woher hast du dir das Wissen rund um die Börse und Aktien angeeignet (Bücher?)

Ich selbst habe mich eigentlich mein Leben lang nicht sonderlich für Finanzen interessiert. Aktien kannte ich nur aus der Tagesschau oder eben als diese vollkommen unübersichtliche Doppelseite in der Tageszeitung.

Irgendwann im Sommer fiel mir das Buch „Rich Dad Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki in die Hand. Da hat es zum ersten Mal Klick gemacht.

Danach verbrachte ich den ganzen Sommer lesend an der Isar und habe ein Finanzbuch nach dem anderen verschlungen.

Zwei Monate später habe ich dann ein Tagesgeldkonto für den Notfallgroschen und ein Aktiendepot zum Investieren eröffnet.

Neben den Büchern habe ich auch ein paar Finanzseminare besucht. Wer kein Geld für Seminare ausgeben möchte, kann auch mal ein Seminar bei einer Investment-Bank besuchen.

Die finden oft an den Abenden statt, dauern 2-3 Stunden und sind vollkommen kostenlos. Die Bank will am Ende natürlich immer ihre Produkte verkaufen, aber man lernt trotzdem viel dazu und muss ja nichts kaufen.

Beim Thema Kryptowährungen ist das Internet die Wissensquelle Nummer 1. Es gibt so viele Experten, die ihr Wissen teilen und Portale, auf denen man sich austauschen kann.

Was sind deine finanziellen Ziele? Strebst du die finanzielle Freiheit an, wenn ja, was erwartest du davon?

An dem Begriff „Finanzielle Freiheit“ habe ich mich selbst mittlerweile schon etwas satt gehört. Natürlich wäre es schön, eines Tages nicht mehr arbeiten zu müssen und nur noch das zu tun, was einem gefällt.

Aber ich finde es auch wichtig, dass man sein Leben auch schon heute genießt. Ich reise wahnsinnig gerne und plane eigentlich immer schon die nächste Reise.

Man sollte sich klarmachen, dass der Weg zur finanziellen Freiheit ein weiter ist und auch diesen Weg dorthin bereits schön gestalten. Auch wenn er dann etwas länger wird.

Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog und auf was können sich die Leserinnen künftig freuen?

Thematisch wird es auf dem Blog noch mehr Infos zum Bitcoin und anderen Kryptowährungen geben. Ich möchte meinen Leserinnen Step-by-Step zeigen, was sie beim Kauf beachten müssen und wie es funktioniert.

Die meiste Literatur hierüber ist schon etwas mühsam und sehr technisch geschrieben. Ich denke, das lässt dich alles etwas einfacher formulieren, damit mehr Menschen der Zugang dazu ermöglicht wird.

Ansonsten gibt es weiterhin Themen, die vor allem Frauen betreffen. Aktuell gibt es eine kleine Reihe zur Gehaltserhöhung für Frauen. Hier muss noch viel getan werden und wir Frauen können hier finanziell noch ganz schön aufholen.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog.

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